Wie eines meiner Bücher entsteht

Es gibt viele Möglichkeiten, sich als Autor an ein Werk heran zu machen, es zu beginnen, zu schreiben und zu beenden. Am Anfang steht die Disziplin, sich durch nichts anderes ablenken zu lassen und der inneren Sehnsucht zu folgen. Viele meiner Bücher sind Auftragsarbeiten. Ich erhalte ein Thema, entwerfe ein Exposé und hoffe, dass dem Verlag meine Ausführungen gefallen. Ist der Vertrag unter Dach und Fach gebracht, beginne ich mit der Arbeit und mache mich ans Werk. Ich erhalte dabei vom Verlag die Vorgabe, wie viele Seiten ich zu schreiben habe und wann ich mit dem Manuskript fertig sein soll. Meine spirituellen Bücher entstehen ganz anders. Um so ein Werk zu schreiben, benötige ich sehr viel Zeit, die ich in der Stille und in der Natur verbringe, um mich ganz den Weisheiten zu öffnen, die in mir entstehen wollen. Ein spirituelles Buch zu schreiben ist reine Seelenarbeit. Dies ist aber auch der Grund, warum ich eher in der Zurückgezogenheit lebe und in der Stille Klarheit und Weitsicht finde. Permanent in den öffentlichen Medien präsent zu sein, ist für mich eher hinderlich und stört mich bei dieser Lebensaufgabe. So muss ich immer wieder die Balance halten zwischen den Wünschen meiner Leser nach Präsenz und der Hingabe an den Akt des Schreibens. Ist ein Werk beendet, erfüllt mich Fülle und Leere zugleich. In der Fülle entsteht die Freude darüber, dieses Werk geschrieben zu haben. In der Leere öffne ich mich wieder für neue Inspirationen. Damit ein neues Werk entstehen kann...